Album des Monats: Science Of Sleep – Hellmouth

science-of-sleep-hellmouth-coverSchon im August gab es den ersten Vorgeschmack auf das Black-, Deathmetal und Hardcoregemisch der Jungs von Science Of Sleep. Wie fett das Album dann wirklich werden würde stand damals aber noch in den Sternen. Musikalisch bewegt sich die Band im Dunstkreis von Thy Art Is Murder, Carnifex und Aborted. Auch Fans von Job For A Cowboy könnten hier Gefallen dran finden. Nach der 2012 erschienenen Affliction EP und dem Album Exhaust legen Science Of Sleep aus Braunschweig jetzt Hellmouth nach.

Der Titeltrack fängt melodisch aber verzerrt an und wird nach fünfzehn Sekunden bereits durch brutale Drums und Rhythmusgitarre untermalt. Nach einer halben Minute gesellt sich die Stimme von Sänger Marcus dazu und der erste Blastbeat ist nicht mehr weit. Innerhalb von knapp über drei Minuten wird klar gestellt mit welcher Brutalität Science Of Sleep auch auf Album Nummer 2 zu Werke gehen. Beim Breakdown nach zwei Minuten werden dann auch die Core-Einflüsse hörbar und der Mix umso brutaler. Der Rest geht fast als purer Deathmetal durch.

Purge setzt da direkt an und braucht nicht mal zehn Sekunden bis zum ersten Blast. Das Tempo wird gehalten und Melodie findet sich nur in der Leadgitarre, die sich aufbaut um dann wieder von der Rhythmussektion niedergestampft zu werden. So ergibt sich ein ständiges Auferstehen und Verschüttetwerden der Melodie im brutalen Klangewand der restlichen Band.

Bei Feed To Pigs gesellt sich Nico Webers von den Genrehelden War From A Harlots Mouth zu Science Of Sleep. Der Härtegrad bleibt bestehen und die dämonischen Stimmen im Mittelteil verleihen der ganzen Sache eine unfassbar heftige Atmosphäre. Das Feature zählt definitiv zu den Highlights der Platte.

Der melodische Anfang von Wanderers verschafft eine nötige Verschnaufpause, die aber nur wenige Sekunden anhält. Hier wird wieder Atmosphäre mit Brutalität verbunden und zu einem Soundklumpen verschmolzen, der an Heftigkeit an die vor kurzem erschienenen Depression Sessions erinnert.

Swamp trumpft dann mit einem Feature von Nastys Matthi auf und rundet das Gesamtbild ab. Alles in allem bleibt Hellmouth eines der interessantesten Albums des weit gefassten Deathcoregenres und somit der erste Titelträger unserer Auszeichnung „Album des Monats“.

Marvin

 Science Of Sleep – Hellmouth (2016; Bastardized Recordings)

  1. Hellmouth
  2. Purge
  3. Columns Of Greed
  4. Fed To Pigs
  5. Tremendous Strain
  6. Wanderers
  7. Plainfield
  8. Condemned To Burn
  9. Swamp
  10. Deaths Realm
  11. Todestreiben

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