Frank Carter & the Rattlesnakes – Modern Ruin

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Richtungsweisend ist wohl das richtige Adjektiv, um Modern Ruin, das zweite Album von Frank Carter & The Rattlesnakes, zu beschreiben.
So finden sich auf der Platte noch die gewohnten Genickbrecher wie „Modern Ruin“ oder „Jackals“, aber sie wirken immer mehr fehl am Platz, denn Moden Ruin flirtet offen mit den Stadien. Das funktioniert noch nicht perfekt auf Albumlänge, wirkt manchmal belanglos bis gelangweilt, aber wenn alles passt, ist es ein Fest: Rock, der Pathos nicht mit Bombast verwechselt („Neon Rust“), der sich Pausen nimmt, sich neu strukturiert, ohne an Aggressivität zu verlieren („Snake Eyes“, „Acid Veins“), der auf den Chorus hinspielt und dennoch mehr als der Chorus ist („Vampires“, „Wild Flowers“). Wohin der Weg nun gehen wird, wird sich zeigen, aber wenn man „Neon Rust“ als abschließende Geste nehmen will, freue sich wenigstens dieser Rezensent schon auf Frank Carters Neuinterpretation der 80er Powerballaden.

Tracklist
Bluebelle
Lullaby
Snake Eyes
Vampires
Wild Flowers
Acid Veins
God Is My Friend
Jackals
Thunder
Real Life
Modern Ruin