Raw Power – Inferno

Raw Power ArtworkMotörhead, Dead Kennedys, Cro Mags, Guns n´ Roses. Alles legendäre Bands. Alles Bands die es nicht mehr gibt (also zumindest nicht in ihrer ursprünglichen Form). Alles Bands mit denen sich Raw Power schon die Bühne geteilt haben. Jetzt könnte man noch viele weitere bekannte Namen aufzählen, aber belassen wir es bei diesen, denn so ist es ja schon beeindruckend genug.
Raw Power gibt es bereits seit Anfang der 80er Jahre. Die Italiener, benannt nach einem Song der Stooges, veröffentlichten 1983 ihr erstes Album „You are the victim“, touren seit dieser Zeit durch die ganze Welt und veröffentlichen regelmäßig neue Alben. Dabei mussten sie schwere Schicksalsschläge einstecken. So starb 2002 mit Giuseppe eines der Gründungsmitglieder. Doch auch das konnte sie nicht aufhalten.

Nun ist mit „Inferno“ das neue Machwerk bei Demons Run Amok erschienen, für die diese Veröffentlichung scheinbar eine Herzensangelegenheit ist, ist der Sound doch eher untypisch für dieses Label.
Denn sie bleiben ihrer Linie treu: roher, aggressiver, sehr schneller, metallisch angehauchter Hardcore Punk der alten Schule.
Da darf es dann auch ruhig ein wenig rumpeln und scheppern, das ist einfach das Flair der 80er Jahre.
Wirklich außergewöhnlich sind die Vocals. Würde man sie jetzt als gewöhnungsbedürftig beschreiben, würde dies viel zu negativ klingen. Sie sind halt nicht 100% gerade und haben einen ganz eigenen Rhythmus. Aber gerade bei Bands der 80er Jahre ist dies ja nicht außergewöhnlich. Man denke nur an Youth of Today, Warzone oder die Cro Mags. Positiv ist eindeutig, dass die Texte dadurch gut zu verstehen sind. Und das ist auch gut so, haben Raw Power doch genug über die Verhältnisse zu kotzen.

Hat man sich, spätestens ab dem zweiten Song, reingehört, knallt es ordentlich. Die Produktion ist absolut angemessen. Wäre sie High End, wäre es nicht authentisch. Raw Power klingen einfach noch nach Punkrock und nicht nach sauber produzierten Bands der modernen Ära.
Jedem Liebhaber der alten Schule dürfte bei „Inferno“ das Herz aufgehen!

Rating: 8/10

Tracklist:
1. Look The Other Way
2. You Don´t Know Your Enemy
3. Inferno
4. All It Takes Its One Minute
5. How Many Bands
6. Sono Morto
7. I Lost My Patience
8. Mean Machine
9. The Jurassic Hounds
10. Amici
11. Didico Queste Righe
12. Prison
13. You Were Right
14. Harassment
15. La Paura

Autor: Joe K
Band: Raw Power
Releasedate: 09.06.2017
Label: Demons Run Amok Entertainment