Companion – Unbroken Review – Platte des Monats

CompanionUnbrokenCover
„Let me tell you something you already know. The world ain’t all sunshine and rainbows. It is a very mean and nasty place and I don’t care how tough you are, it will beat you to your knees and keep you there permanently if you let it. You, me, or nobody is gonna hit as hard as life…
But it ain’t about how hard you hit; it’s about how hard you can get hit, and keep moving forward. . It’s How much you can take, and keep moving forward. That’s how winning is done…“

Mit diesem Zitat aus Rocky beginnt das zweite Album von Companion. Und es ist eine wirklich passende Präambel: egal wie beschissen das Leben ist, egal wie beschissen die Umstände sind, du musst kämpfen. Und kämpferisch und hart sind Companion.
Rückblick – 2012 gründetenn sich Companion in Wien. 2015 erschien ihre erste Scheibe „For the Underdogs“. Klingt nach Terror? Der Vergleich ist vielleicht garnicht so schlecht, kombinieren sie doch die Wut von Terror, den Groove von Madball, und ein Riffing zwischen First Blood und (frühen) Hatebreed. Ohne dabei eine billige Kopie zu sein.
Nun also der zweite Streich.

„Unbroken“ ist ein absolutes Biest. Die Songs ballern einem förmlich um die Ohren. Sänger Dom hat ein unfassbares Organ und bleibt, bei aller Stimmgewalt, angenehm Variabel.
Durch die fette Produktion könnte man sofort denken, dass Companion aus Amerika stammen. Das könnte man blind unterschreiben. Dieser Sound passt aber auch perfekt zu den Songs und ist deshalb keineswegs zu dick aufgetragen.
Aber spätestens der sechste Song, „Euer Hass“ würde die Band sich verraten. Genau dieser Song, der auch zu den stärksten auf „Unbroken“ gehört, ist interessant. Companion sind prollig. Mega prollig. Dicke Hose, ohne peinlich zu sein. Das beweist der Sound, das beweisen die Promofotos, das ist einfach ihr Stil. Aber sie sind halt eben nicht stumpf und platt, sie haben auch eine Message, die sie auch sprachlich gut verpacken können. „Hass, den ihr verbreitet, kommt irgendwann mal zurück. Ihr zerstört die Träume, verwährt den Menschen Glück“. Das Trifft absolut den Nerv der Zeit.
Und auch wenn Companion das Rad nicht neu erfinden, ragt das Album doch heraus. Es läuft von Anfang bis Ende flüssig durch, hat keine Schwächen, wird nie langweilig. Was soll man von einem Hardcore Album mehr verlangen? Da braucht es dann auch einfach keine Experimente, das passt einfach.

Es wäre stark verwunderlich, wenn Companion nicht das nächste große Ding im europäischen Hardcore werden.
Veröffentlicht wird „Unbroken“ auf dem australischen Label 10-54 Records und erscheint am zweiten Juni. Gleich im Kalender vormerken und das Ding kaufen. Es lohnt sich!

Rating: 10/10

Tracklist:
1. Intro
2. Unbroken
3. No Plea For Mercy
4. Narrow-Minded
5. Cold Concrete
6. Euer Hass
7. The Enemy feat. MIKE O.A.C.
8. Against the Odds
9. Blindfolded feat. TOBIAS INSANITY
10. Antisocial feat. MATY N.B.F.
11. One Life
12. Outro

Autor: Joe K
Bandpage: Companion Homepage
Release: 02.06.2017
Label: 10-54
Pre Order: 10-54 Big Cartel