Cold As Life – Suffer 7inch Review

CAL 7 Inch CoverHardcore kommt von der Straße und ist etwas für toughe Kids. Attribute, die oft verwendet werden, oftmals aber auch eher hülsen sind und der Realität nicht entsprechen. Bei Cold As Life aus Detroit treffen sie aber definitiv zu.
Die Band, die bereits 1988 gegründet wurde, stammt wirklich von der Straße und ist in einem Umfeld von Gewalt, Drogen und Kriminalität entstanden. 1993 wurde ihr original Shouter Rawn Beuty ermordet, doch auch dieses Ereignis konnte die Band nicht aufhalten.
Erst 1998 brachten sie mit „Born To Land Hard“ ihr Full length Debut heraus, gefolgt von ihrem zweiten, und bis dato letzten, Longplayer „Declination of Independence“.

Es folgten Line Up Wechsel, Auflösungen und Reunions. Da noch den Überblick zu behalten fällt gar nicht so einfach. Inzwischen scheint man aber eine recht stabile Formation gefunden zu haben, in der mit Schlagzeuger Roy Bates noch ein letztes Gründungsmitglied verblieben ist.
Das alles klingt nach Stoff für einen Film. Und tatsächlich wurde mit Arbeiten zu einer dokumentation begonnen, die leider nie beendet wurde. Schade eigentlich, interessant genug wäre die Band auf alle Fälle.
Nun, nach so vielen bewegten Jahren, erscheint endlich ein Lebenszeichen in Form einer 2 Track 7Inch namens „Suffer“, die bei Demons Run Amok erscheint. Und trotz all der Wechsel sind Cold As Life ihrer Linie treu geblieben: straigther, metallischer 90er Hardcore ohne Schnickschnack.
Die A Seite, „For the few“, beginnt langsam, groovig, mit einem fetten Gitarren Riff. Der Gesang ist heiser, düster, absolut fett.

Insgesamt bleibt man in langsamen Gefilden, entfernt erinnert es an frühe Madball. Obwohl der Song über drei Minuten lang ist und letztlich weder im Tempo, noch im Riffing großartig variiert, ist er dennoch nicht langweilig. Auch das kurze Metal Solo passt perfekt und wirkt keineswegs fehl am Platz.
Die B-Seite wird von dem Titeltrack „Suffer“. Und dieser ist im Gegensatz zur A-Seite viel schneller und variabler. Ein schneller, punkiger Part, wird vom stampfigen Refrain abgelöst. Es gibt einen Zwischenpart mit Snippets, der in einem recht schleppenden Part endet, der wiederum mit einem Solo garniert ist. Zum Schluss darf noch gemosht wiederum nach drei Minuten ist die 7Inch schon wieder vorbei.
Eigentlich ist es total ärgerlich, dass es nur zwei Songs gibt, aber diese sind so unterschiedlich, dass sie das ganze Spektrum von Cold As Life zeigen. Und das macht Appetit auf mehr.

Es bleibt zu hoffen, dass „Suffer“ nur ein kleiner Teaser ist und es bald mehr von dieser außergewöhnlichen Band zu hören gibt.

Rating: 9/10

Tracklist:
1. For the few
2. Suffer

Autor: Joe K.
Bandpage: Cold As Life
Release: Sommer 2017
Label: Demons Run Amok